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Das Magazin für albanischen Wein & Feinkost

Von Illyrien ins Glas

Berat

Çobo Winery

Der Weintourismus-Pionier der Region Berat: Familienweingut mit Fokus auf autochthone Sorten und legendärer Gastfreundschaft.

Terrassierte Weinberge von Çobo Winery bei Berat im Abendlicht
Foto: Çobo Winery

Ort

Ura Vajgurore bei Berat

Rebsorten

Shesh i Zi, Shesh i Bardhë, Pulës, Vlosh

Besuch

Verkostungen und Führungen, Voranmeldung empfohlen

Stand

Juli 2026

Die Familie Çobo gehört zu den Pionieren des neuen albanischen Weinbaus: Nach dem Ende des Kommunismus knüpfte sie an die Weinbautradition der Familie an und baute nahe Berat ein Weingut auf, das heute zu den bekanntesten des Landes zählt – nicht zuletzt, weil es den Weintourismus in Albanien mitbegründet hat.

Der Fokus liegt auf den Trauben der Region und des Landes: Shesh i Zi und Shesh i Bardhë, die weiße Pulës und Selektionen aus der seltenen Vlosh. Bekannt ist das Haus auch für seine Kräuter- und Gewürzansätze auf Raki-Basis.

Amphore und Barriquefässer im Gewölbekeller von Çobo Winery, umgeben von historischem Mauerwerk Der Gewölbekeller von Çobo: Amphore und Fässer unter historischem Mauerwerk, Mosaikboden im Vordergrund. Foto: Çobo Winery

Wer den Keller betritt, versteht sofort, warum Çobo als Referenz gilt: Die Tonamphore in der Mitte erinnert an die jahrtausendealte illyrische Weinbautradition, während ringsum Barriquefässer und liegende Flaschen die moderne Kellertechnik zeigen – zwei Jahrtausende albanischer Weingeschichte unter einem Dach.

Drei Çobo-Weinflaschen mit Gläsern und frischen Trauben auf einem Fass im Freien Aus dem Sortiment: drei Rotweine des Hauses, umgeben von den eigenen Trauben. Foto: Çobo Winery

Ein Kapitel macht das Haus – nach Angaben der Familie – weltweit einzigartig: der eigene Vlosh-Klon. In der kommunistischen Ära über rund zwei Jahrzehnte aus dem Original-Vlosh von Vlora und einer weiteren Lokalsorte gezüchtet, überlebte er die Nachwendejahre nur auf zwei Hektar, gepflegt von einem einzigen Bauern. Çobo fand den Bestand, rettete ihn vor dem Verschwinden und pflanzte acht Hektar dazu – heute liefern 23.000 Reben nur rund 15.000 Flaschen im Jahr. Die Besonderheit: Der Klon ist eine Färbertraube (Teinturier), auch sein Fruchtfleisch ist tiefrot – beim klassischen Vlosh ist es hell. Die ganze Rettungsgeschichte mit exklusiven Fotos: Çobos Färber-Vlosh · Hintergrund zur Sorte: Vlosh-Porträt.

Für Besucher: Çobo empfängt Gäste zu Verkostungen mit Führung – eine der zugänglichsten Adressen für den Einstieg in den albanischen Wein und ideal mit einem Besuch der UNESCO-Welterbestadt Berat zu verbinden. Eine Voranmeldung ist empfehlenswert.

Alle Angaben nach bestem Wissen, Stand Juli 2026 – Details vor einem Besuch bitte direkt beim Weingut prüfen.

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