Gjirokaster: Die Steinstadt für Genießer
Gjirokaster, das UNESCO-Welterbe im Süden: osmanische Steinhäuser, die Burg, die Reisbällchen Qifqi und der Wein der Region – der Guide für die Steinstadt.
Manche Städte bleiben im Gedächtnis, weil sie aus einem einzigen Material gebaut scheinen. Gjirokaster ist so eine: „Stadt aus Stein” wird sie genannt, und wer durch die steilen Gassen unter den grauen Schieferdächern läuft, versteht sofort, warum sie UNESCO-Welterbe ist. Für Genießer hält sie neben der Architektur eine eigene Spezialität bereit – und liegt perfekt auf der Genuss-Route durch den Süden.
Die Stadt aus Stein
Gjirokaster klettert einen Hang über dem Drino-Tal hinauf, überragt von einer der größten Burgen des Balkans. Ihre osmanischen Herrenhäuser – wehrhaft, hoch, mit hölzernen Erkern und Steindächern – gehören zu den besterhaltenen der Region. Einige, wie das Skënduli- oder das Zekate-Haus, kann man besichtigen und bekommt eine Vorstellung davon, wie wohlhabende Familien hier vor Jahrhunderten lebten.
Die Burg selbst beherbergt ein Waffenmuseum und bietet den besten Blick über Stadt und Tal – und alle zwei Jahre die Bühne für das Nationale Folklorefestival.
Qifqi: der essbare Stolz der Stadt
Jede große Stadt hat ihr Gericht, und Gjirokasters heißt Qifqi: kleine gebratene Reisbällchen, verfeinert mit Ei, frischer Minze und Kräutern, außen goldbraun, innen weich. Klingt einfach, ist aber eine kleine Kunst – und wird in der Altstadt in jedem guten Lokal serviert, oft als Vorspeise oder Meze. Wer Gjirokaster besucht, ohne Qifqi probiert zu haben, war nicht wirklich da.
Dazu passt die restliche südalbanische Küche: Lamm, Käse, viel Gemüse – und ein Glas Wein aus der Region.
Wein rundum
Gjirokaster liegt im Einzugsgebiet des Südens: Nicht weit entfernt beginnt das Debinë-Land um Përmet mit seinen frischen Höhenlagen-Weißweinen, und Richtung Küste reift der Vlosh. In den Restaurants der Altstadt steht meist eine kleine, feine Auswahl albanischer Weine – frag nach der lokalen Empfehlung, wie in unserem Tirana-Guide beschrieben.
Praktisch für den Besuch
| Frage | Antwort |
|---|---|
| Anreise | Auf der Route Tirana–Berat–Përmet–Saranda; von Saranda ~1 Std. |
| Aufenthalt | 1–2 Tage für Altstadt, Burg und Herrenhäuser |
| Beste Zeit | Frühjahr und Herbst; Sommer heiß im Tal |
| Kombinieren mit | Përmet, der Riviera und Butrint |
| Nicht verpassen | Qifqi, die Burg, den alten Basar |
Unser Fazit
Gjirokaster ist eine der schönsten Städte Albaniens – und für Genießer mehr als eine Kulisse: Zwischen Steinhäusern und Burgmauern isst man Qifqi, wie es sie nur hier gibt, und trinkt Wein aus einem der spannendsten Weinsüden Europas. Ein Pflichtstopp auf der kulinarischen Rundreise – und ein Ort, den man so schnell nicht vergisst.
Häufige Fragen
Was kann man in Gjirokaster machen?
Gjirokaster bietet die imposante Burg mit Waffenmuseum und Panoramablick, die osmanische Altstadt mit ihren charakteristischen Steinhäusern (einige als Museum begehbar), den alten Basar mit Kunsthandwerk und eine ausgeprägte Esskultur mit der lokalen Spezialität Qifqi.
Was ist Qifqi?
Qifqi sind die kulinarische Spezialität Gjirokasters: gebratene Reisbällchen mit Ei, Minze und Kräutern, außen knusprig, innen weich. Man bekommt sie in den Restaurants der Altstadt – ein Muss für Besucher der Steinstadt.
Lohnt sich Gjirokaster als Reiseziel?
Ja, sehr. Die Stadt ist UNESCO-Welterbe, eine der besterhaltenen osmanischen Städte des Balkans und liegt günstig auf der Route zwischen Berat/Përmet und der Riviera bei Saranda. Ein bis zwei Tage lohnen sich für Architektur, Küche und Atmosphäre.