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Das Magazin für albanischen Wein & Feinkost

Von Illyrien ins Glas

Albanien für Genießer: Die kulinarische Rundreise

Wein, Olivenöl, Käse und Meeresfrüchte: die kulinarische Rundreise durch Albanien von Nord nach Süd – mit Etappen, Tipps und der besten Reisezeit.

Von Dennis Shalja · · 10 Min. Lesezeit

Das Theth-Tal in den albanischen Alpen mit schroffen Bergen und grünen Wiesen
Foto: Tom Whitehead, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Albanien ist gerade dabei, das Reiseziel des Jahrzehnts zu werden – und wer es mit dem Gaumen erkundet statt nur mit der Kamera, erlebt das reichste Albanien. Diese Route führt von den Weinbergen des Nordens bis zu den Muschelbänken des Südens: eine kulinarische Rundreise, zusammengesetzt aus allem, was dieses Land für Genießer bereithält.

Etappe 1: Der Norden – Wein und Berge

Start in Shkodra, der Kulturstadt am größten See des Balkans. Von hier ist es ein Katzensprung ins Kallmet-Land der Region Lezha, wo gleich zwei Weingüter die elegante rote Leitsorte keltern. Wer Zeit hat, macht einen Abstecher in die albanischen Alpen (Theth, Valbona) – die spektakulärste Bergkulisse des Landes, mit Hofküche und Bergkäse als Belohnung.

Genuss-Stopp: ein Agrotourismus-Hof in der Zadrima-Ebene, dazu ein Glas Kallmet.

Etappe 2: Tirana & Zentrum – Hauptstadt und Shesh

Weiter nach Tirana: bunte Hauptstadt, dichteste Weinbar-Szene des Landes und Tor zum Shesh-Kernland rund um Durrës. Vor den Toren der Stadt liegt mit der Uka Farm einer der besten Agrotourismus-Betriebe.

Genuss-Stopp: Meze-Abend in Blloku, am nächsten Tag Hofküche mit Shesh-Weinen.

Etappe 3: Berat – Welterbe im Weinglas

Die Stadt der tausend Fenster ist das Weintourismus-Herz Albaniens: drei besuchbare Weingüter rund um die UNESCO-Altstadt, teils mit Übernachtung im Weingut. Hier lohnt sich das Verweilen.

Genuss-Stopp: Verkostung bei Çobo oder Alpeta, dazu die weiße Pulës.

Etappe 4: Përmet & der Süden – Slow Food am Wildfluss

Über die Bergstraßen in die Genusshauptstadt Përmet: Gliko, Raki, Höhenlagen-Wein aus der Debinë und die Thermalquellen am wilden Vjosa-Fluss. Die entschleunigte Etappe der Reise.

Genuss-Stopp: Gliko-Verkostung und ein Bad in den Thermalbecken von Bënja.

Etappe 5: Die Riviera – Meer und Öl

Zum Abschluss ans Ionische Meer: die albanische Riviera mit Lagunen-Muscheln, Olivenöl von tausendjährigen Bäumen, dem eigenwilligen Vlosh-Wein und den antiken Stätten von Butrint und Apollonia.

Genuss-Stopp: frischer Fisch in Himara, Muscheln in Saranda, Sonnenuntergang inklusive.

Die Route auf einen Blick

EtappeRegionHighlightWein
1Shkodra / NordenSee, Alpen, Kallmet-DörferKallmet
2Tirana / ZentrumWeinbars, AgrotourismusShesh
3BeratWelterbe + 3 WeingüterPulës
4Përmet / SüdenGliko, Vjosa, ThermalquellenDebinë
5RivieraMeeresfrüchte, OlivenölVlosh

Praktische Tipps

  • Dauer: 8–10 Tage für die Hauptroute, 2 Wochen mit Bergen und allem Drum und Dran
  • Beste Zeit: Mai/Juni oder September/Oktober (Lese!)
  • Fortbewegung: Mietwagen; Weingüter vorher anmelden
  • Koffer: Platz lassen – die Zoll-Freimengen wollen genutzt werden

Unser Fazit

Eine kulinarische Rundreise durch Albanien ist wie das Land selbst: abwechslungsreich, überraschend und großzügig. In zehn Tagen isst und trinkt man sich einmal quer durch eine der letzten unentdeckten Genussregionen Europas – und kommt mit einem Kofferraum voller Geschichten (und Flaschen) zurück. Wo du die Weine danach nachbestellst, zeigt die Kaufberatung; womit alles begann, erzählt die 2.500-jährige Weingeschichte des Landes.

Häufige Fragen

Wie lange sollte eine kulinarische Rundreise durch Albanien dauern?

Für die Hauptetappen von Nord nach Süd solltest du 8–10 Tage einplanen. Wer nur einzelne Regionen erkunden will (z. B. Tirana, Berat und die Riviera), kommt mit 5–6 Tagen aus. Für die komplette Route inklusive Bergen und Süden sind zwei Wochen ideal.

Wann ist die beste Reisezeit für Albanien?

Mai/Juni und September/Oktober sind ideal: angenehme Temperaturen, offene Restaurants, weniger Trubel. Der September bringt zusätzlich die Weinlese. Der Hochsommer (Juli/August) ist an der Küste heiß und voll, in den Bergen aber angenehm.

Braucht man in Albanien einen Mietwagen?

Für eine kulinarische Rundreise mit Weingutbesuchen und Bergdörfern ist ein Mietwagen die beste Wahl – öffentliche Verbindungen sind langsam und unregelmäßig. Die Straßen sind heute überwiegend gut, in den Bergen aber kurvig; etwas Fahrerfahrung hilft.

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