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Das Magazin für albanischen Wein & Feinkost

Von Illyrien ins Glas

Serina: Die Hochland-Rebsorte von Korça

Serina ist Albaniens kühlste Rebsorte: eine rote Traube aus dem Hochland von Korça, kaum bekannt und selten außerhalb der Region.

Von Dennis Shalja · · 6 Min. Lesezeit

Der Ohridsee bei Pogradec nahe der Weinregion Korça, mit schneebedeckten Bergen
Foto: Cherrys pov, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons

Ganz im Osten Albaniens, dort wo das Land am höchsten liegt und die Nächte am kühlsten sind, wächst eine Rebsorte, die selbst viele Albanien-Kenner nicht kennen: Serina. Sie ist die Antwort des Hochlands auf die wärmeren roten Sorten der Küste – und ein Beleg dafür, wie unterschiedlich das kleine Albanien seinen Wein macht.

Zuhause auf dem Hochplateau

Die Heimat der Serina ist die Region Korça, eine weite Hochebene im Südosten Albaniens, umgeben von Bergen und nicht weit vom Ohridsee entfernt, den sich Albanien mit Nordmazedonien teilt. Auf über 800 Metern Höhe gelegen, ist Korça das kühlste bedeutende Anbaugebiet des Landes – ein Klima, das man in Albanien am ehesten mit Mitteleuropa vergleichen könnte: kalte, oft schneereiche Winter, milde Sommer, große Tag-Nacht-Unterschiede.

Korça ist ohnehin ein besonderer Ort der albanischen Genusskultur – hier steht mit Birra Korça die älteste Brauerei des Landes, und die Region gilt als kulturelles und kulinarisches Zentrum des Ostens. Serina ist ihr weinbauliches Aushängeschild.

So schmeckt Serina

Anders als die kräftigen, warmen Roten der Küste bringt Serina die Handschrift ihres kühlen Hochlands mit: leichter, frischer, mit lebendiger Säure und moderatem Alkoholgehalt. Ein Rotwein, der eher an Sorten aus Mittelgebirgslagen erinnert als an mediterrane Schwergewichte – zugänglich und unkompliziert, ohne die Wucht eines Shesh i Zi oder die Rauheit eines Vlosh.

Eine echte Rarität

Serina wird bislang kaum über Albanien hinaus vermarktet – wer sie probieren will, findet sie am ehesten vor Ort in Korça selbst, in kleinen Weinstuben und bei lokalen Erzeugern. Die Sorte hat allerdings den Sprung aus ihrer Heimatregion geschafft: Im Weinland Berat baut die Nurellari Winery Serina an und keltert daraus Rosé und Rotwein. Für Deutschland gilt: eine der seltensten Flaschen, die es aus Albanien überhaupt gibt. Sollte sich das ändern, aktualisieren wir diese Seite und unsere Kaufberatung.

Unser Fazit

Serina zeigt eine Seite Albaniens, die im Ausland kaum bekannt ist: ein kühles Hochland-Weinland fernab der Adria- und Ionia-Küste. Zusammen mit den anderen autochthonen Rebsorten rundet sie das Bild des albanischen Weins ab – vom warmen Süden bis zum kühlen Osten. Wer eine Albanien-Reise bis nach Korça ausdehnt, sollte sie sich nicht entgehen lassen.

Häufige Fragen

Was ist Serina für eine Rebsorte?

Serina ist eine rote autochthone Rebsorte aus dem Hochland von Korça im Osten Albaniens. Sie wächst in Höhenlagen über 800 Metern und ergibt leichtere, frische Rotweine – eine Rarität, die außerhalb der Region kaum bekannt ist.

Wo wächst Serina?

Serina ist vor allem in der Region Korça beheimatet, einem Hochplateau im Osten Albaniens nahe dem Ohridsee – dem kühlsten bedeutenden Anbaugebiet des Landes. Angebaut wird sie inzwischen aber auch anderswo, etwa im Weinland Berat bei der Nurellari Winery.

Wie schmeckt Serina-Wein?

Serina ergibt vergleichsweise leichte, frische Rotweine mit moderatem Alkoholgehalt und lebendiger Säure – geprägt vom kühlen Hochlandklima. Der Stil steht damit im Kontrast zu den wärmeren, kräftigeren Roten der Küstenregionen.

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